Ende oder Wende ? Stand 29.12.2019

Anfang des Jahres 2017 war ich an dem Punkt angelangt, die weitere Forschung wegen mangelnder Erfolge in die Ablage zu packen. Ich wollte mir Zeit bis zum Ende des Jahres nehmen um zu entscheiden, ob es neue sinnvolle Ansätze gibt oder ob das Thema einfach nur Zeitverschwendung ist. Wenn ich ehrlich bin hat mich das Thema einiges an Zeit gekostet, zeitweise ohne auch nur einen winzigen Schritt vorwärts zu kommen.

Der neue Ansatz sollte ein Versuch sein, ausschließlich den bekannten Fakten und den wenigen Papierbelegen zu folgen und das nach Möglichkeit in umgekehrter chronologischer Reihenfolge.

Also ging es zuerst in die Schweiz, ein Land mit dem ich zumindest aus meiner eigenen Forschung bereits Erfahrung hatte. Ich mag die Schweizer ! Durch die Bank nur freundliche und hilfsbereite Antworten, auch wenn meine Fragen nur wenig Fakten enthielten. So klärten sich die letzten Jahre von Olga und Nikolaus von Hoyer-Boot seit ihrer Einreise in die Schweiz, die Unterlagen der Schweizer Flüchtlingshilfe enthielten viele interessante Informationen, manches zum Schmunzeln und ganz wichtig war der Hinweis in den Meldeunterlagen aus Saanen über den letzten Aufenthaltsort außerhalb der Schweiz (Trofaiach in Österreich).

Nach den positiven Erfahrungen mit den Eidgenossen traf ich in Österreich auf eine Mauer aus Unfreundlichkeit, Unbemühtheit und noch weiteren Un…….s. Blieben also nur die Sekundärquellen, die mich aber zu der Erkenntnis brachten, dass in Trofaiach ein großes DP-Camp bestand.

Aus den Beständen des ITS Arolsen erhielt ich nach ca. einem Jahr die Unterlagen, die meine Vermutung bestätigten, die Familie hatte lange Zeit als Staatenlose in diesem Lager verbracht und war in zwei Richtungen auseinander gegangen. Die eine Linie reiste auf Einladung der Tolstoy Foundation in die USA und die bereits betagten Eltern im Rahmen eines schweizerischen Programmes für sogenannte Hardcore-Flüchtlinge in die Schweiz.

Der Weg von Nikolaus von Hoyer scheint wohl in Bulgarien zu Enden, weitere Informationen finden sich weder in Bulgarien noch in Österreich. Sein Bruder Georg hat in Sofia zusammen mit Oleg die russische Schule besucht und womöglich bereits nach seinem Schulabschluss das Land Richtung Deutschland verlassen.

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